Obst- und Gemüseerzeuger

Obst- und Gemüseerzeuger

Zu Besuch bei Carsten Knodt:

„Die Qualität unseres Gemüses hat oberste Priorität“

Hier gibt es Tomaten satt – in den Gewächshäusern von Carsten Knodt wachsen Rispentomaten, Cherrytomaten, Romatomaten und, und, und. Sogar eine eigene Tomatensorte, die besonders aromatisch ist, baut der gelernte Gärtner an. Neben Tomaten liegt der Fokus des Gemüsebaubetriebs auf Paprika und Auberginen.

Modernste Anbaubedingungen

Carstens Betrieb zählt zu den modernsten Unterglasbetrieben in Europa. So werden etwa die klimatischen Bedingungen im Gewächshaus mit modernster Computertechnologie an die Bedürfnisse der Tomaten angepasst. Alle Anstrengungen dienen dabei dem aromatischen Geschmack: „Nur gut gereifte Tomaten können ihren vollen Geschmack entfalten“, erläutert der Gemüseerzeuger. Daher werden die Tomaten auch erst geerntet, wenn sie ihre optimale Reife erreicht haben. Die Erntehelfer pflücken die reifen Tomaten übrigens in Handarbeit.

Eine moderne Sortier- und Packanlage unterstützt alle schweren Hebetätigkeiten maschinell oder durch Roboter. Carsten und seine Mitarbeiter können sich so ganz darauf konzentrieren, beste Anbaubedingungen für das Gemüse zu schaffen.

 

Steckbrief Charsten Knodt
Steckbrief Charsten Knodt

Pflanzenschutz mithilfe von Hummeln

Krankheiten und Schädlinge bekämpft der Gemüsegärtner weitestgehend mit ihren natürlichen Feinden, sogenannten Nützlingen – zum Beispiel setzt er Schlupfwespen gegen weiße Fliegen ein. Besondere Futterpflanzen sorgen dafür, dass die Nützlinge sich wohl fühlen. So wird sein Gemüse nahezu ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln erzeugt. Auch im QS-System wird Wert auf integrierten Pflanzenschutz gelegt:  Wann immer es möglich und sinnvoll ist, setzen die Systempartner auf Nützlinge anstelle von chemischen Pflanzenschutzmitteln.  

Qualität vor Quantität

„Die Qualität unseres Gemüses ist uns wichtiger als ein möglichst hoher Ertrag“, betont Carsten. Bei der Qualitätssicherung hilft ihm die QS-Zertifizierung: „Die strengen Kriterien des QS-Systems sind Grundlage für eine gute fachliche Praxis.“ Die damit verbundene Dokumentation sowie das Einhalten von hohen Standards sind für Carsten Routine. Dass die hohen Qualitätsanforderungen auch eingehalten werden, bestätigen regelmäßig unabhängige Kontrollen.

CO2-neutral aus Überzeugung

In Carstens Betrieb wird Nachhaltigkeit gelebt – die Energie kommt aus einem eigenen Blockheizkraftwerk, das Wasser wird in einem geschlossenen Kreislauf wiederverwertet und seine CO2-Bilanz kennt Carsten aus dem Effeff. Um Energie zu sparen, hat er seine Gewächshäuser mit sogenannten Energieschirmen ausgestattet, die bei Bedarf geschlossen werden können.

Für die Stromerzeugung im Blockheizkraftwerk nutzt er Biogas und zusätzlich Photovoltaikanlagen: „Damit produzieren wir etwa 8-mal mehr Strom als wir für die Tomatenproduktion benötigen.“ Der überschüssige Strom wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist, mit der anfallenden Wärme werden die Gewächshäuser beheizt. So gelingt es Carsten vollkommen CO2-neutral zu produzieren.