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Bratapfel & Co. – Was man mit Äpfeln alles machen kann

LandFrau Elvira

09.12.2017, 08:46

Bratapfel & Co. – Was man mit Äpfeln alles machen kann

Ob als frischer Snack zwischendurch, als Mus fürs Dessert, getrocknet im Müsli oder gepresst als Saft – der Apfel ist ein beliebter Begleiter und eine schmackhafte Zutat. Das ganze Jahr über greifen wir im Supermarkt zu und vernaschen bis zu 25 Kilogramm unseres süßen, sauren und saftigen Lieblingsobstes. Gerade im Dezember gehört der heimische Apfel genauso wie Orangen und Nüsse zu den winterlichen Leckereien. Denn viele Sorten werden erst im Herbst geerntet und kommen köstlich-frisch zu uns nach Hause. Vor allem am kalten Tagen genieße ich den süßen Duft und Geschmack warm servierter Äpfel. Ich verrate Ihnen gern, welche Zubereitungsarten ich besonders mag. Zuerst habe ich aber noch ein paar interessante Informationen für Sie.

Sortenvielfalt in Deutschland

Wussten Sie, dass es in Deutschland fast 3.000 Apfelsorten gibt? Eine steht sicher auch in Ihrem oder Nachbars Garten oder auf einer der vielen Streuobstwiesen. Die meisten davon sind sogenannte Kochäpfel, die überwiegend zu Most verarbeitet werden. Tafeläpfel hingegen erhalten wir als Obst im Handel, nur circa 40 aller deutschen Sorten werden dort angeboten. Der Großteil stammt aus den größten deutschen Anbaugebieten in Niedersachsen und am Bodensee.

Apfel ist nicht gleich Apfel: Apfeltypen

Äpfel unterscheidet man nicht nur nach Tafel- und Kochäpfeln, sondern auch nach ihrem Geschmack und ihrer Konsistenz. So gibt es Äpfel mit festem oder weicherem, mehligen Fruchtfleisch, wobei sich letztere gut zu Apfelmus, als Kuchenzutat oder Bratapfel verwenden lassen. Feste Sorten wie Braeburn oder Granny Smith sind besser zum Frischverzehr geeignet. Geschmacklich reicht die Bandbreite von leicht süß, etwa bei Gala, Red Delicious oder Fuji, über mild säuerlich wie Jonagold bis hin zu stark säuerlichen Varianten, zu denen Boskoop zählt. Zu den besonders aromatischen Sorten gehören James Grieve, Gravensteiner oder Holsteiner Cox.

Eine gute Mischung hinsichtlich Konsistenz und Geschmack besitzen die Allroundersorten Cox Orange, Berlepsch, Topaz, Alkmene, Jonagored und Elstar. Übrigens mögen wir Deutschen den Elstar-Apfel am meisten, gefolgt von Jonagold und Braeburn. Ich esse besonders gern den Elstar und den Jonagold, weil beide Apfelsorten sehr saftig und aromatisch sind und für mich deshalb typisch nach Apfel schmecken.

Aus der Region und mit QS-Prüfzeichen

Je nach Sorte werden Äpfel von Sommer bis in den späten Herbst geerntet. Daher gibt es sogar in der kalten Jahreszeit frische Früchte aus der Region. Wenn Sie selbst Äpfel aus dem Garten ernten, wissen Sie bestimmt, dass sie bei der richtigen Lagerung bis zu fünf Monate nach der Ernte haltbar sind. Wer keinen eigenen Garten hat und Äpfel auf dem Wochen- oder im Supermarkt kauft, erhält diese qualitätsgeprüft, wenn das blaue QS-Prüfzeichen vorhanden ist. Was genau das bedeutet, erklärt Obstbauer Rainer Eckert.

Platz 3 meiner liebsten Zubereitungsform: Apfelkuchen

Beim Backen von Apfelkuchen finde ich die Vielfalt und die schnelle Zubereitung wirklich toll. Mit Äpfeln und wenigen Zutaten kann ich einen lecker-saftigen Hefekuchen oder einen aus Rührteig backen. Aber auch die leichtere Variante mit Mürbeteig oder ein Crumble sind köstlich. Wichtig ist, dass man feste Kochäpfel oder die beschriebenen Allrounder zum Backen nimmt. Sonst verfällt das Fruchtfleisch. Bei längeren Backzeiten ist die Sorte Cox Orange ideal.

Dieses Jahr naschen meine Enkelin und ich gern selbstgebackene Apfelmuffins mit Cox Orange. Sie geben einen guten Kontrast zum gesüßten Teig. Probieren Sie das Muffinrezept doch gleich einmal aus.

Platz 2: Apfelstrudel

In gewisser Weise zählt der Strudel auch zu den Kuchen, doch selten wird Kuchen warm serviert. Und wenn die Schlagsahne darauf leicht zerschmilzt, ist das Stück schnell gegessen. Am besten sind hier ebenso säuerliche Sorten, damit der Geschmack nicht nur süß ausfällt. Wenn keine passenden Äpfel im Haus sind, hilft ein Spritzer Zitrone, die Säure in den Strudel zu bringen. Ich persönlich mag die Strudelfüllung pur, obwohl Nüsse und Rosinen genauso gut hineinpassen. Eine Schlemmervariante ist Apfelstrudel, wenn er mit Vanillesoße oder etwas Eierlikör gereicht wird.

Platz 1: Bratapfel

Ohne Bratapfel endet bei mir kein Jahr. Vielleicht hege ich damit eine schöne Kindheitserinnerung, als wir die Äpfel zum Schmoren noch in die Luke des Kachelofens meiner Großeltern stellten. Der süße Duft von damals ist nach wie vor präsent, wenn ich die fertigen Bratäpfel aus dem Backofen hole. Gut gelingen Jonagold, Berlepsch, Boskoop, Gloster und Cox Orange. Sie zerfallen im Ofen nicht und sind sehr fruchtig im Geschmack. Ein Rezept für Marzipanbratäpfel, das besonders während der Adventszeit als Dessert bei Freunden und Familie gut ankommt, finden Sie hier.

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