Qualität erkennen

Qualität erkennen

Heute gibt es bereits in vielen Supermärkten frische Lebensmittel mit dem blauen QS-Prüfzeichen. Das blaue Zeichen findet sich direkt auf der Verpackung oder dem Etikett. Bei allen Lebensmitteln mit diesem Zeichen ist jeder einzelne Produktionsschritt sorgfältig geprüft und lückenlos dokumentiert worden.

Die Verpackung verrät aber noch viel mehr. Was genau, erfahren Sie hier:

 

 

Fleisch

Hersteller

Ganz oben stehen Name und Anschrift des Herstellers, des Verpackers oder eines im EG-Raum niedergelassenen Verkäufers.

Bezeichnung des Lebensmittels

Sie gibt die Tierart oder die Bezeichnung des Teilstücks wie etwa Rinderroulade oder Rinderfilet an.

Herkunftskennzeichnung

Seit September 2000 ist sie für Rindfleisch gesetzlich vorgeschrieben: „geboren in“, „gemästet in“, „geschlachtet in“, „zerlegt in. Seit dem 1. April 2015 muss auch die Herkunft von Schweine- und Geflügelfleisch gekennzeichnet werden. Sie gilt für alle Angebotsformen, also frisch, gekühlt, gefroren oder tiefgefroren.

Zulassungsnummer

Über die Nummer des Schlacht- bzw. des Zerlegebetriebes lässt sich der Weg des Fleischstücks weiter zurückverfolgen.

Kühlung

Die Haltbarkeit von Fleisch und Fleischwaren ist stark von der jeweiligen Lagertemperatur abhängig.

MHD / Verbrauchsdatum

Bei Fleisch und Geflügelfrostware finden Sie hier das Mindesthaltbarkeitsdatum, bei Hackfleisch und Frischgeflügel dagegen ein Verbrauchsdatum. In beiden Fällen wird zusätzlich auf die richtige Lagertemperatur hingewiesen.

Ident.-Nr.

Bei Rindfleisch: Anhand dieser Nummer kann das Fleisch zum einzelnen Rind oder zu einer kleinen Gruppe von Rindern zugeordnet werden.

QS-Prüfzeichen

Das QS-Prüfzeichen ist für frische Lebensmittel steht für eine konsequente Qualitätssicherung vom Landwirt bis zur Ladentheke. Die Abbildung auf der Verpackung ist freiwillig.

Obst und Gemüse

Hersteller (hier nicht im Bild)

Name und Anschrift des Packers, Absenders und/oder Verkäufers oder eine Codierung, die von amtlicher Seite vergeben oder anerkannt wurde.

Bezeichnung des Lebensmittels

Um welches Obst oder Gemüse handelt es sich? Hier steht Name, Sorte oder Handelstyp.

Angabe des Ursprungslandes

Das Ursprungsland muss angegeben werden, alle weiteren Hinweise zum Anbaugebiet wie „Altes Land“ oder „Bodensee“ sind freiwillig. Übrigens: Das Ursprungsland muss immer ausgeschrieben werden, Abkürzungen sind nur für die USA erlaubt.

Handelsklasse

Bei Obst und Gemüse werden Handelsklassen unterschieden (Extra, I oder II).

Nettogewicht

Gekennzeichnet werden muss das Nettogewicht oder die Anzahl der Früchte mit Größenspanne (etwa bei Äpfeln 75/80 mm) oder der angewandte Größencode.

Losnummer

Über die Losnummer lässt sich die Ware eindeutig zurückverfolgen. Ihr wird immer der Buchstabe „L“ vorangestellt.

MHD / Verbrauchsdatum (hier nicht im Bild)

Bei Obst und Gemüse steht hier das Mindesthaltbarkeitsdatum, bei Fresh-Cut-Salaten oder Sprossen ein Verbrauchsdatum mit Lagertemperatur.

QS-Prüfzeichen

Das QS-Prüfzeichen für frische Lebensmittel steht für eine konsequente Qualitätssicherung vom Erzeuger bis zur Ladentheke. Die Abbildung auf der Verpackung ist freiwillig.

Was ist was: Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum

Mindestens haltbar bis, kurz MHD:

Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt Auskunft darüber, bis zu welchem Zeitpunkt ein Lebensmittel seine typischen Eigenschaften (Frische und Geschmack) behält – vorausgesetzt es wird richtig gelagert. Aber auch nach Ablauf dieses Datums sind die Lebensmittel höchstwahrscheinlich noch einwandfrei.

Zu verbrauchen bis….

Ob Fleisch (z. B. Hackfleisch, Geflügel) oder Gemüse (z. B. Fresh-Cut Salate), leicht verderbliche Lebensmittel tragen ein Verbrauchsdatum oder sind durch ein Verbrauchsdatum gekennzeichnet. Dann gilt: Bis zu diesem Datum müssen die Lebensmittel spätestens verbraucht werden.

Qualitätsmerkmale erkennen: Vertrauen Sie Ihrer Wahrnehmung

Ob Lebensmittel frisch sind, können Sie oft einfach selbst erkennen, indem Sie sich diese aufmerksam ansehen, anfassen oder daran riechen.

Fleisch

Farbe: Die Farbe hängt in erster Linie von der Fleischart und dem Alter des Tieres ab. Je jünger das Tier, desto heller die Farbe. Kalb- und Geflügelfleisch sollte rosa bis hellrosa, Schweinefleisch hellrot bis rot und Rindfleisch mittel- dunkelrot sein. Wenn das Fleisch gräulich ist, schlierig aussieht oder farbig schimmert – besser nicht zugreifen.

Geruch: Frisches Fleisch riecht immer neutral, so dass Sie die Frische zuhause auch mit einem einfachen Geruchstest prüfen können.

Struktur: Die Struktur oder Faserung ist vom Fleischstück, dem Geschlecht und dem Alter des Tieres abhängig. Sie bestimmt die Festigkeit des Fleisches. Je feiner die Fasern, desto zarter das Fleisch. Aber auch zartes Fleisch darf nicht zusammenfallen. Es sollte auf Fingerdruck nicht stark nachgeben und sich nicht schwammig anfühlen.

Fettanteil: Ist das Fleisch von feinen Fettadern durchzogen, spricht man von einer guten Marmorierung. Diese wird stark von der Rasse, der Haltung und dem Alter des Tieres beeinflusst. Im Fett sind viele Aromastoffe, die beim Garen, Braten oder Grillen hervorgehoben werden. Daher ist ein gut marmoriertes Fleisch zarter und saftiger als sehr mageres Fleisch.

Obst und Gemüse

Die Qualität von Obst und Gemüse kann man ganz einfach selbst überprüfen – die fünf Sinne helfen dabei:

Sehen: Früchte sollten unversehrt und ganz sein – und natürlich sauber und frei von Schädlingen.

Tasten: Knackig und frisch – so sollte Obst und Gemüse sein. Ist es schon an einigen Stellen weich geworden, ist es vermutlich nicht mehr ganz so frisch.

Riechen: Jedes Gemüse oder Obst hat einen typischen Geruch. Riecht es artfremd, legen Sie die Ware lieber wieder zurück.

Hören: Dieser Test funktioniert nicht bei jeder Frucht. Bei einer Wassermelone beispielsweise kann man Qualität aber auch hören: Klingt sie hohl, ist sie reif und süß.

Schmecken: Die Zunge ist fast unbestechlich – nutzen Sie die Gelegenheit, wenn eine Verkostung im Laden stattfindet, denn probieren können Sie die Ware meistens erst nach dem Kauf.