Grillen

Grillen

Egal ob zartes Rindersteak, saftiges Schweinekotelett oder knuspriger Hähnchenspieß – vom heißen Rost schmeckt es einfach besonders lecker. Doch worauf kommt es bei der Auswahl des Grillguts eigentlich an und wie gelingt das Grillsteak perfekt? Wir haben für Sie kompaktes Grill-Wissen und leckere Grill-Rezepte zusammengestellt, die für Abwechslung auf dem Rost sorgen.

Sicherer Grillgenuss – vom Landwirt bis auf den Teller

Für ungetrübten Grillgenuss sorgen gewissenhaft hergestellte frische Lebensmittel, deren Herkunft lückenlos belegt werden kann. Grillgut mit dem blauen QS-Prüfzeichen verfügt über einen genau dokumentierten Lebenslauf – vom Landwirt bis auf den Grillteller.

In 4 Schritten zum perfekten Grillsteak

Fleisch auswählen

Grillfleisch für ein Steak sollte zart, mit feinen Fettäderchen durchzogen (marmoriert) und etwa 3 cm dick sein, Fleisch vom Rind gut abgehangen. Kontrolliertes Fleisch ist am QS-Prüfzeichen erkennbar.

Vorbereiten

Das Steak etwa 1 Stunde vor dem Grillen aus der Kühlung nehmen, damit es Zimmertemperatur annimmt. Fettränder nicht wegschneiden, sie sorgen für Geschmack.

Grillen

Das Steak erst auf den Rost legen, wenn die Kohle richtig durchgeglüht ist. Direkt über der Glut erhitzen. Nach 3 – 4 Minuten einmal wenden, dann ist es innen schön rosa. Wer ein durchgegartes Steak mag, erst nach 4 – 5 Minuten wenden.

Ruhen lassen

Das fertig gegrillte Steak gut in Alufolie eingepackt mindestens 5 Minuten ruhen lassen. Mit Kräutern, Salz und Pfeffer würzen und servieren.

Rindfleisch vom Grill

Rindfleisch zum Grillen sollte gut abgehangen und dunkelrot sein – mit einem Fettrand, oder besser einer Marmorierung. Je feiner die Fettmaserung, desto saftiger bleibt das Fleischstück beim Grillen. Ein handelsübliches Stück Fleisch von etwa 1,5 cm Dicke zunächst von beiden Seiten direkt über der Glut grillen, dann am Rand des Rosts fertig garen.

Roastbeef
Aus diesem Teilstück werden klassische Steaks wie Entrecôte, Rumpsteak oder Sirloin-Steak geschnitten. Das Fleisch ist zart und gut marmoriert, aber darf nicht zu dünn geschnitten werden: Ein Steak sollte 2 – 3 cm dick sein. Besonders saftig bleibt es, wenn es mit Knochen auf den Rost kommt.

Filet
Fleisch vom Filet ist besonders zart und feinfaserig. Nur kurz über direkter Glut grillen und maximal ein- bis zweimal wenden, damit es nicht trocken wird. Wenn es eine Kerntemperatur von 56 – 60 °C erreicht hat, ist es innen zart und rosa.

Probieren Sie doch mal unser Rinderfilet in Espressokruste vom Grill

Hüfte
Nicht nur zum Braten, Schmoren und für Rouladen ist Fleisch aus der Hüfte geeignet. Klassischerweise werden aus der Hüfte auch Hüftsteaks geschnitten, die sich bestens zum Grillen eignen. Eine lockere Faserstruktur macht die Hüfte sehr zart.

Schweinefleisch vom Grill

Schweinefleisch eignet sich auch für Grillanfänger. Es bleibt beim Grillen schön zart und saftig – selbst wenn es mal etwas zu lange auf dem Rost liegt. Vor dem Verzehr sollte es eine Kerntemperatur von 70 °C haben.

Filet
Ob am Spieß oder als Medaillons: Filet ist besonders zart und mit einem Fettgehalt von nur 2% auch sehr mager. Bei mittlerer Hitze 3 – 4 Minuten pro Seite grillen, damit es möglichst zart bleibt.

Wie wär‘s mal mit Gegrilltem Schweinefilet mit süßer Chilinote?

Rücken/Nacken
Fleisch vom Schweinerücken ist eher mager, deshalb nur kurz direkt über der Glut grillen. Am besten eignen sich fingerdicke Steaks mit leichtem Fettrand. Fleisch vom Nacken sollte eine ausgeprägte Marmorierung aufweisen und bei direkter Hitze 5 – 8 Minuten pro Seite gegrillt werden.

Kotelett
Beim Kotelett handelt es sich um eine Scheibe aus dem Rippenstück mit Knochen. Es wird aber auch ausgelöst angeboten. Am besten gelingen Koteletts, wenn sie bei direkter Hitze 3 – 4 Minuten pro Seite gegrillt werden.

Tipp: Koteletts mit einer ausgeprägten Marmorierung werden besonders zart und saftig.

Bauch
Zum Grillen eignen sich vor allem Scheiben aus dem vorderen Bauchteil. Durch den hohen Fettgehalt von ca. 21 % schmecken sie herzhaft und bleiben saftig. Das Fleisch sollte 5 – 8 Minuten von beiden Seiten gegrillt werden.

Tipp: Spareribs ca. 90 Minuten bei indirekter Hitze grillen.

Geflügel vom Grill

Geflügel sorgt für Abwechslung auf dem Grill – ob als Steak, Spieß, Braten, Keule oder Brustfilet. Abgeschmeckt mit einer würzigen Marinade schmeckt es besonders lecker.

Ganz wichtig: Geflügel sollte immer gut durchgegart werden. Dafür ist eine Kerntemperatur von 75 °C notwendig.

Unser Tipp: BBQ-Hähnchen mit Mango-Chili-Chutney.

Flügel
Nach 8 – 12 Minuten schmecken Hähnchen- oder Putenflügel knusprig gegrillt vom Rost am besten. Wie bei der Keule auch, sorgt das enthaltene Fett für ein saftiges Grillergebnis.

Keule/Schenkel
Mit zahlreichen kleinen Fettschichten bleiben die Putenkeulen oder Hähnchenschenkel beim Grillen schön saftig und behalten das Aroma. Sie sollten ca. 20 Minuten durchgaren und an der dicksten Stelle eine Kerntemperatur von 80 °C erreichen.

Brustfilet
Bei Geflügel ist die Brust besonders mager. Eine Marinade sorgt für viel Geschmack und die richtige Kerntemperatur nach 8 – 12 Minuten auf dem Grill für zarten Genuss.

Gemüse und Obst vom Grill

Gemüse und Obst zu grillen ist relativ einfach. Als perfekter Begleiter zu Grillfleisch runden sie Ihr Grill-Buffet optimal ab. Und mit gegrilltem Obst kommt auch das Dessert vom heißen Rost. Grillen Sie am besten in Alufolie gewickelt oder in einer Aluschale, das erhält den Geschmack.

Gemüse
Fenchel, Zucchini, Auberginen und Paprika eignen sich besonders gut für den Grill. Größere Stücke vorher blanchieren, damit sie später auf dem Rost gar werden, ohne zu verbrennen.

Kartoffeln
Kartoffeln, am besten gleich groß, vor dem Grillen kurz in Wasser vorkochen. Anschließend mit Alufolie umwickeln und entweder auf dem Rost oder direkt in der Grillkohle unter mehrfachem Wenden etwa 15 Minuten garen.

Obst
Als Spieße in einer Aluschale oder in Alufolie gewickelt lassen sich Äpfel, Birnen und Pfirsiche einfach grillen. Damit die verschiedenen Obstarten gleichzeitig gar werden, die Stücke vorher möglichst gleich groß schneiden.

Wir empfehlen: Gegrillte Pfirsiche mit Pistazien.

 

Security Grill-Check: Grillen – aber sicher!

Qualitätsgeprüftes Fleisch einkaufen

Ob Schwein, Rind oder Geflügel, bei der Fleischauswahl können Sie sich am blauen QS-Prüfzeichen orientieren: dem Hinweis für kontrollierte Qualität und gesicherte Herkunft.

Kühlung beachten

Eine Kühltasche hilft dabei, dass frisches Fleisch und andere kühlpflichtige Lebensmittel durchgehend gekühlt und sicher transportiert werden – von der Fleischtheke bis zum Grill.

Sauber arbeiten

Grillen ja – aber hygienisch! Verwenden Sie für Fleisch und Gemüse verschiedene Schneidbretter und Messer. Vor jedem Arbeitsschritt Hände waschen nicht vergessen.

Verbrennungen vorbeugen

Schützen Sie sich mit einer Grillschürze, feuerfesten Grillhandschuhen und einer Grillzange vor Funkenflug und Fettspritzern. Kinder bitte nie unbeaufsichtigt am Grill lassen.

Sicher anzünden

Holzkohle soll vor dem Grillen gut durchgeglüht sein – und das braucht Zeit. Mit einem praktischen Anzündkamin oder geprüften Grillanzündern können Sie etwas nachhelfen. Achtung: Verwenden Sie keine brennbaren Flüssigkeiten, wie Benzin oder Spiritus.

Marinade abtupfen

Mariniertes Fleisch ist lecker, zu viel Marinade tropft in die Glut und verbrennt. Tupfen Sie überschüssige Marinade vor dem Grillen mit Küchenpapier ab.

Nur einmal wenden

Durch häufiges Wenden wird Fleisch nicht schneller gar. Wenden Sie das Fleisch möglichst nur einmal, damit es nicht am Rost kleben bleibt.

Nichts anbrennen lassen

Essen Sie kein verkohltes Grillgut – es könnte Acrylamid, Benzpyren oder andere krebserregende Stoffe enthalten. Verbrannte Stellen bei Fleisch, Obst und Gemüse sollten Sie deshalb großzügig abschneiden.

Gartest durchführen

Ist das Fleisch schon gar? Stechen Sie das Fleisch für den Gartest nicht mit der Gabel an, sonst trocknet es aus. Drücken Sie lieber mit der Grillzange auf das Fleisch: Tritt dabei Fleischsaft aus, ist es noch nicht durchgegart.